Die Initiatoren des Volsbegehrens stimmen dem Niedersächsischen Weg zu.
Ein Kommentar von Sabina Briegel


Sabina Briegel am 24.10.2020 im Zuge eines Infostandes zum Volksbegehren. Ein weiteres Foto in Originalgröße können Sie sich HIER herunterladen.


19. November 2020

"Es ist ein gutes Gefühl, zum Entstehen des „Niedersächsischen Weges“ beigetragen zu haben. Ein wenig mehr hätte ich mir persönlich gewünscht von Seiten der Bündnispartner NABU und des BUND als Organisatoren des Volksbegehrens.


Andernfalls waren es keine leichten Entscheidungen, die hier getroffen wurden. Viele der Bündnispartner waren auch in den Details gar nicht involviert. Das hat es nicht gerade einfacher gemacht. Dennoch weiß ich, dass der NABU das bestmöglichste Ergebnis für die Umwelt zu erzielen versucht hat.

Einige Punkte hätten noch einen größeren Beitrag leisten können. Wie bereits der Punkt Pestizide. Andere Punkte sind wiederum beim Niedersächsischen Weg schon weitergedacht... und so ganz gut gestellt was Verbesserung heißt.

Es wurde eine Riesenchance vertan in Bezug auf Pestizide. Ein derart erfolgreich anlaufendes Volksbegehren, dass erste seiner Art in Niedersachsen überhaupt, aufzugeben für ein Papier, dessen Umsetzung ab den 01.01. 2021 schon gilt, ist gewagt. Man muss nun auch abwarten, wie hierzu die Kontrollen erfolgen. Wie es funktioniert. Hier diese schwierige Balance zwischen beiden Wegen zu finden ist äußert schwer.

Im Umgang mit Pestiziden, Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden wie auch Glyphosat wären es ideal gewesen, wenn da hätten gleich Verbote mit einhergehen können. Alleine die Tatsache, dass der Einsatz von Glyphosat in Naturschutzgebieten nun verboten ist, ist ein Erfolg. Doch eigentlich sollten Pestizide von Haus aus verboten sein in Naturschutzgebieten. Das gibt doch der Name schon her.

Leider ist es nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Denn weder der niedersächsische Weg, noch das Volksbegehren werden das Insektensterben und Artensterben stoppen, es wird es ein wenig verlangsamen. Darum nenne ich es auch nicht als wirklichen Erfolg. Zumal bei Deutschlands größter Pestizid-Luftstudie, die gerade im September raus kam, wir mit den Landkreis Gifhorn auf Platz 3 stehen. Mit 24 Pestiziden, die wir permanent einatmen und die natürlich unsere Umwelt schwer beeinträchtigt.
Hier müssen wir mehr erreichen, gemeinsam mit der Landwirtschaft, um unsere Umwelt und das Insekten-und Artensterben zu stoppen.

Darum ist der Niedersächsische Weg für mich kein wirklicher Erfolg. Dennoch bin ich dankbar für die Unterstützung, welche wir aus den Reihen „meiner“ ÖDP erhalten hatten. Bei Wind und Wetter in Fußgängerzonen und vor Einkaufmärkten zu stehen, um Unterschriften zum Volksbegehren zu sammeln, war dann aber auch schon mal eine prima Vorbereitung für die Aktivitäten im anstehenden Wahljahr 2021.

Natürlich schauen wir weiter darauf, wie sich die Maßnahmen aus dem „Niedersächsischen Weg“ entwickeln. Auf die Unterstützung unserer ÖDP werden die Bündnispartner des Volksbegehrens, aber auch die beteiligten Landwirte weiterhin bauen können“, ist sich Sabina sicher.

Schön dass wir unsere Mitstreiter in unserer ÖDP mit dabei haben, die diesen Erfolg beim Anlauf des Volksbegehrens mit ermöglicht haben. Gerade jetzt, wo die Mitgliederzahlen zunehmen. Weil immer mehr Bürger verstehen, dass wir viel mehr Naturschutz brauchen und damit in den Parteien mehr mit agieren wollen - auch wenn sie vielerorts primär passive Mitglieder sind.

Einen großen, steigenden Boom verzeichnen wir bei unseren Schnuppermitgliedschaften, diese sind der Renner. Selbst Anfragen für Mitgliedschaften als Weihnachtsgeschenk für eine bessere, naturfreundlichere politische Zukunft erfahren wir. Wir finden, das ist eine tolle Idee. Auch Mitglieder anderer Parteien finden immer mehr Interesse daran, sich über unsere Partei zu informieren und ziehen auch hier Mitgliedswechsel durch. Auch diese sind uns "Herzlich Willkommen". Bei uns stehen ,,Mensch und Natur vor Profit". Das leben wir, und dafür setzen wir uns ein."